18 Apr
18Apr

Meine lieben Freunde des gepflegten Rasenschachs, habet Ihr es gehört? Unser aller Oberhirte des Weltfußballs, Gianni Infantino, hat wieder eine Vision. Und wenn Gianni Visionen hat, dann klingelt irgendwo in Zürich eine Kasse so laut, dass selbst die Schweizer Alpen erzittern. Er hat angekündigt, dass das WM-Finale 2026 eine „Halftime-Show“ bekommt. Kuratiert von Coldplay. Wie rührend. Endlich wird dieses lästige Fußballspiel zwischen den Werbeblöcken durch etwas Sinnvolles unterbrochen. Aber wenn man Gianni kennt, ist das erst der Anfang. Der Mann denkt nicht in Toren, er denkt in Rendite pro Grashalm.

Der Drittel-Vorteil: Drei Pausen sind besser als eine

Ich sage Euch, die 45-Minuten-Halbzeit ist ein Relikt aus der Steinzeit, als man Fußball noch aus reinem Vergnügen spielte. Wie Infantino richtig erkannt hat, sind die Amerikaner uns Lichtjahre voraus. Warum das Spiel nicht einfach in Drittel aufteilen, wie beim Eishockey?

  • Der Vorteil: Wir bekommen nicht nur eine, sondern zwei Pausen-Shows!
  • Die Vision: Im ersten Drittel singt Coldplay über Weltfrieden und sauberes Wasser (gesponsert von einem Öl-Staat), und im zweiten Drittel lässt man 500 dressierte Drohnen die Initialen „G.I.“ in den Nachthimmel brennen.
  • Der Effekt: Das Spiel dauert dann zwar sechs Stunden, aber die Werbeeinnahmen pro Zuschauerminute würden steigen wie die Laune eines FIFA-Funktionärs beim Anblick eines Koffers voller „Beratungshonorare“.

VAR-Abos und Premium-Ecken

Aber warum dort aufhören? Gianni, falls du mitliest (und ich weiß, du tust es, während du deine Goldbarren nach Alphabet sortierst), hier sind noch ein paar bescheidene Vorschläge von mir:

  1. Die „Pay-per-Decision“ VAR-App: Zuschauer können per App live abstimmen, ob es Elfmeter gibt oder nicht. Jede Stimme kostet nur 99 Cent. „Demokratisierung des Sports“ nennt Gianni das. Ich nenne es: „Wie man aus einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter XY noch eine Eigentumswohnung in Lugano presst.“
  2. Sponsoring der Eckfahne: Jede Ecke wird präsentiert von einer großen Fast-Food-Kette. Wenn der Ball die Fahne berührt, regnet es digitale Burger-Gutscheine auf die Smartphones der Fans. „Corner-King“ – wer will da noch sehen, ob die Flanke ankommt?
  3. Die „Green-Card“ für Stars: Gegen eine geringe Gebühr des nationalen Verbands darf ein ausgeschiedener Weltstar (sagen wir, Cristiano Ronaldo mit 60) für die letzten fünf Minuten eingewechselt werden, egal für welches Team. Das bringt Klicks, das bringt Merchandising, das bringt Gianni den Schlaf der Gerechten.

Fazit

Gianni Infantino ist wie ein Staubsaugervertreter, der dir erst den Teppich klaut und dir dann eine Versicherung gegen kalte Füße verkauft. Er liebt den Fußball so sehr, dass er ihn am liebsten in kleine, mundgerechte Goldstücke zerlegen und einzeln an Streaming-Dienste verscherbeln möchte. Wenn das so weitergeht, wird das Finale 2026 nicht mehr angepfiffen, sondern mit einer feierlichen Kreditkarten-Abrechnung eröffnet. In diesem Sinne: Bleibt  sportlich – oder zumindest zahlungskräftig!

Euer Pep

Foto: KI

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