Willkommen im energiegeladenen Deutschland der Zukunft.
Hier fährt das Elektroauto gleichzeitig mit Förderung und ohne Förderung,
es ist bestellt und nicht bestellt, und der Bürger befindet sich in einem emotionalen Zustand zwischen Hoffnung, Taschenrechner und Campingstuhl. Die Politik verkündet feierlich:
„Ab dem 1. Januar kommt die neue Prämie!“
Ein Datum. Ein Versprechen. Ein Konfetti-Moment.
Was nicht gesagt wird:
Es ist ein Datum ohne Tür. Ohne Klingel. Ohne Formular.
Früher fuhren Autos mit Benzin oder Diesel.
Heute fahren sie mit Pressemitteilungen. Der Bürger darf sich freuen, denn:
Kurz:
Sie existiert.
Nur eben nicht in der Realität.
Der moderne Autokäufer steht vor einer ganz neuen Entscheidung:
„Bestelle ich ein Auto, das vielleicht gefördert wird,
oder warte ich auf eine Förderung, die vielleicht kommt,
während mein aktuelles Auto vielleicht verschwindet?“
Ein Gesellschaftsspiel für Fortgeschrittene.
Titel: „Risiko – Bundesrepublik Edition“
Spielfigur: Familienvater
Währung: 3.500 Euro
Chance-Karte: „EU hat noch Rückfragen“
Die Autohändler stehen daneben und lächeln geübt.
Sie sagen Sätze wie:
„Das wird schon.“
Ein Satz, der in Deutschland ungefähr die rechtliche Bindungskraft eines Horoskops hat.
Rabatte? Vielleicht.
Klauseln? Unwahrscheinlich.
Verbindliche Zusagen? Nur, wenn man an Einhörner glaubt – oder an kurzfristig funktionierende Behördenportale.
Und so passiert das, was niemand wollte:
Die Verkehrswende?
Sie steht im Stau.
Hinter einem Formular.
Die neue E-Auto-Prämie ist:
Aber sie ist hervorragend geeignet für:
Denn nichts ist so deutsch wie:
Eine Förderung, die existiert,
aber nur, wenn man sie nicht braucht.
Foto: KfzBlech24